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Jahreshauptversammlung der FBG 2012

In Heberndorf 2011 über 7000 Festmeter Holz verkauft

Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Heberndorf besteht 20 Jahre. Das Jubiläum wird am 1. und 2. Juni in Oßla gefeiert. Im Kulturhaus dieses Wurzbacher Ortsteils fand am Freitagabend deshalb auch die Jahreshauptversammlung für das Wirtschaftsjahr 2011 statt.
Oßla. Es sei erfolgreich gewesen, schätzte der Vorsitzende Günter Oertel ein. "Wir haben 7700 Festmeter Holz mit einem Nettoumsatz von 695 000 Euro verkauft", sagte der Heberndorfer. Hauptabnehmer sind die Sägewerke Klausner und Rettenmeier. Die FBG, eine der größten in Thüringen, hat 330 Mitglieder aus mehreren Orten. Zu ihnen zählt die Stadt Wurzbach. Elf weitere wurden am Freitag aufgenommen. Dazu gehört die Pfarrei Lehesten.
Die Mitglieder besitzen rund 1900 Hektar Wald, der größte Teil davon ist zertifiziert. Nachhaltige Forstwirtschaft zu betreiben heißt jährlich zu pflanzen. Über 20 000 junge Bäumchen wurden am Sonnabend in Heberndorf ausgegeben. In manchen Jahren, so nach Sturmkatastrophen wie Kyrill, waren es schon weit mehr.
Mit dem Waldumbau kommen nicht nur Fichten, sondern auch verstärkt Laubbäume in den Boden. Die Sammelbestellungen von Pflanzen oder Material für den Zaunbau bringen den Mitgliedern finanziellen Nutzen. Eine große Hilfe, so Oertel, sei das vor sechs Jahren angeschaffte GPS-Gerät zur Vermessung der Waldflächen. Wenig genutzt werde der Mobilbagger, deshalb soll er wieder verkauft werden.
Mehrere Forstbetriebsgemeinschaften bildeten im Sommer 2010 eine Kooperation.
"Das war eine gute Entscheidung. Bei der gemeinsamen Vermarktung des Holzes haben wir viele Vorteile", stellte Günter Oertel fest. Die gesamte Büroarbeit werde seit Jahren am Computer von Undine Reuter mit hohem persönlichem Einsatz und ausgezeichneter Fachkompetenz erledigt. Dafür gebühre ihr großer Dank. Die Mitglieder applaudierten. Der Vorsitzende würdigte auch die gute Zusammenarbeit mit den Revierförstern, wie zum Beispiel Burkhardt Reuter, der auch die Aufgaben des Geschäftsführers wahrnimmt. Er teilte mit, dass in den vergangenen fünf Monaten bereits wieder 7500 Festmeter Holz eingeschlagen wurden. Der Preis schwanke und gehe im 2. Quartal etwas nach unten. Der Spitzenwert habe bei 97 Euro pro Festmeter gelegen. Die Lehestener Firma Jens Partschefeld beabsichtige ab 2013 Lehrgänge für das Bedienen von Motorsägen durchzuführen.
Über die neue Struktur der Forstverwaltung in Thüringen informierte Herbert Seyfarth, Leiter des Forstamtes Schleiz. Es wurde eine Landesforstanstalt (Anstalt des öffentlichen Rechts) geschaffen. "Das Gemeinschaftsforstamt als Organisationsform bleibt hierbei unverändert bestehen", bekräftigte Seyfarth. Somit können die vielen Waldbesitzer weiterhin auf eine fachliche Unterstützung rechnen. Die Kosten für die Beförsterungsverträge werden sich allerdings erhöhen. So zahlen Mitglieder von FBG, die zwischen drei und zehn Hektar besitzen, künftig sieben Euro pro Hektar und Jahr bei 30 Prozent Rabatt. Kritisiert wurde zur Jahreshauptversammlung die Erweiterung der Einstandsgebiete durch das Land Thüringen für Muffelwild. "Ihr Waldbesitzer seit die Inhaber des Jagdrechts", bekräftigte der Leiter des Forstamtes. Die Region sei schon reichlich mit Schwarzwild gesegnet. Um den künftigen Anforderungen Rechnung zu tragen, werden derzeit im Vorstand der Heberndorfer FBG Gespräche über die eventuelle Bildung einer GmbH geführt. Die Entscheidung fällen die Mitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung. "Wir begleiten die FBG auf den Weg in die Selbstständigkeit", sagte Herbert Seyfarth.
Reinhard Kübrich / 02.04.12 / OTZ

Heberndorf, 02.04.2012
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