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Service GmbH für Waldbesitzer angestrebt

Fünf Forstbetriebsgemeinschaften der Bad Lobensteiner Region streben die Gründung einer Service GmbH für Waldbesitzer an. Die Forstbetriebsgemeinschaft Heberndorf gab ihre Zustimmung auf der jüngsten Jahreshauptversammlung in Oßla. Im Jahr 2012 sind rund 14500 Festmeter Holz eigenständig vermarktet worden.
Oßla. Zur Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Heberndorf (FBG) für 2012 im Kulturhaus Oßla berichtete der Vorsitzende Günter Oertel, dass im vergangenen Jahr rund 14 500 Festmeter Holz eigenständig vermarktet wurden. Die 340 Mitglieder der FBG Heberndorf besitzen insgesamt 2045 Hektar Wald.
"Der Erlös liegt bei fast einer Million Euro", berichtete Oertel. Diese Leistung wurde von dem FBG-Vorstand meist nach Feierabend bewerkstelligt. "Hier stoßen wir an unsere Grenzen", stellte der Heberndorfer fest. Die gesamte Verantwortung für die Geschäfte liege voll beim ehrenamtlich tätigen FBG-Vorstand. Das betreffe auch Haftungsfragen und Risiken. Der Holzmarkt werde immer riskanter, erzählte Oertel und nannte als Beispiele Firmenpleiten und Zahlungsausfälle.
"Die Kontrolle der Geschäfte durch den ehrenamtlichen Vorstand ist kaum noch möglich", verdeutlichte der Vorsitzende. Als Geschäftsführer der FBG erledigen die staatlichen Förster einen Großteil der praktischen Tätigkeiten.
"Für die praktische Basis-Arbeit mit den Waldbesitzern bleibt immer weniger Zeit", weiß Revierförster Burkhardt Reuter aus Erfahrung. Hinzu komme, dass durch die neue Struktur seit dem Vorjahr die Reviere sehr groß geworden seien. Auch ist durch den Förster die Geschäftsführung nur noch bis 2014/15 möglich.
Im Bereich des Forstamtes Schleiz wollen die Forstbetriebsgemeinschaften Liebengrün/Liebschütz, Crispendorf, Remptendorf, Gräfenwarth und Heberndorf eine gemeinsame Tochtergesellschaft gründen. Die GmbH wird für rund 1000 Waldbesitzer, die über 7000 Hektar Besitz verfügen, forstwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen und dafür einen hauptamtlichen Geschäftsführer und einen Mitarbeiter beschäftigen.
Die GmbH ist unter anderem zuständig für die Holzvermarktung an Holzaufkäufer und Sammelbestellungen. Sie ist Dienstleister für die Waldbesitzer und koordiniert die Zusammenarbeit der fünf Betriebsgemeinschaften.
Für die Bildung dieser Service GmbH stimmten mit großer Mehrheit die Anwesenden der FBG Heberndorf bei der Versammlung in Oßla. Wenn sich alle fünf FBG dazu bekannt haben, soll der Start im Sommer/Herbst dieses Jahres erfolgen. "Mit dieser Service GmbH sind wir für die nächste Zeit gut gerüstet, egal was die Zukunft bringen mag", blickte Günter Oertel voraus.
Im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder die FBG Heberndorf das 20-jährige Jubiläum begangen. Weitere 15 Mitglieder mit 158 Hektar Waldfläche wurden in der vorigen Woche aufgenommen.
Die staatlichen Förster bleiben weiterhin für alle staatlichen Pflichtaufgaben zuständig. Sie sind auch weiterhin der Ansprechpartner für die Waldbesitzer, die einen Beförsterungsvertrag abgeschlossen haben. "Der wird in Zukunft noch wichtiger sein", sagte Burkhardt Reuter. Bei den FBG bleiben die Vereinsarbeit, Mitgliederbetreuung, regionale Projekte, Förderungsmaßnahmen und die Holzvermittlung an die Service GmbH.
Die Zuständigkeit des Forstamtes Schleiz umfasst rund 29 500 Hektar. Davon befinden sich 21 600 ha in Privatbesitz und 5610 ha verwaltet die Treuhand. Die Reviere wurden im Vorjahr auf neun reduziert.
Mit einem Anteil von 91 Prozent dominiert die Fichte als wichtigster Baum. Im vergangenen Jahr wurden in Thüringens Wäldern 2,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Fast drei Viertel davon sind Nadelholz.
Reinhard Kübrich / 03.04.13 / OTZ

Heberndorf, 03.04.2013
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